-
Table of Contents
- Orale Steroide im Vergleich: Warum Turinabol bei Ausdauer- und Kraftsportlern besonders beliebt ist
- Was ist Turinabol?
- Pharmakologische Eigenschaften von Turinabol
- Warum ist Turinabol bei Ausdauer- und Kraftsportlern beliebt?
- Die richtige Dosierung von Turinabol
- Die Verwendung von Turinabol im Sport
- Fazit
Orale Steroide im Vergleich: Warum Turinabol bei Ausdauer- und Kraftsportlern besonders beliebt ist
Die Verwendung von anabolen Steroiden im Sport ist ein kontroverses Thema, das immer wieder für Diskussionen sorgt. Während einige Athleten sie als leistungssteigernde Mittel nutzen, um ihre körperliche Leistungsfähigkeit zu verbessern, gibt es auch Bedenken hinsichtlich der gesundheitlichen Risiken und der Fairness im Wettbewerb. Unter den verschiedenen Arten von anabolen Steroiden, die auf dem Markt erhältlich sind, ist Turinabol (auch bekannt als 4-Chlorodehydromethyltestosteron) bei Ausdauer- und Kraftsportlern besonders beliebt. In diesem Artikel werden wir uns genauer mit diesem oralen Steroid beschäftigen und die Gründe für seine Beliebtheit bei Sportlern untersuchen.
Was ist Turinabol?
Turinabol ist ein synthetisches anaboles Steroid, das in den 1960er Jahren von der deutschen Pharmafirma Jenapharm entwickelt wurde. Es ist eine modifizierte Version von Dianabol (Methandrostenolon) und hat ähnliche anabole Eigenschaften, aber mit geringeren androgenen Wirkungen. Es wurde ursprünglich zur Behandlung von Osteoporose und zur Förderung des Muskelwachstums bei Patienten mit Muskelschwund eingesetzt. In den 1970er Jahren wurde es jedoch von der DDR als leistungssteigerndes Mittel für ihre Athleten verwendet, was zu seiner Verbreitung im Sport führte.
Pharmakologische Eigenschaften von Turinabol
Turinabol ist ein Derivat von Testosteron und hat ähnliche anabole Eigenschaften wie dieses Hormon. Es bindet an die Androgenrezeptoren in den Muskelzellen und fördert so die Proteinsynthese und das Muskelwachstum. Im Vergleich zu Testosteron hat es jedoch eine geringere androgene Wirkung, was bedeutet, dass es weniger Nebenwirkungen wie Akne, Haarausfall und eine tiefe Stimme verursacht. Es hat auch eine längere Halbwertszeit als Testosteron, was bedeutet, dass es länger im Körper aktiv bleibt und somit seltener eingenommen werden muss.
Ein weiterer Vorteil von Turinabol ist, dass es nicht in Östrogen umgewandelt wird, was bedeutet, dass es keine östrogenbedingten Nebenwirkungen wie Wassereinlagerungen und Gynäkomastie verursacht. Dies macht es zu einer beliebten Wahl für Sportler, die ihre Leistung verbessern möchten, ohne die unerwünschten Nebenwirkungen von Östrogen zu erleben.
Warum ist Turinabol bei Ausdauer- und Kraftsportlern beliebt?
Turinabol ist bei Ausdauer- und Kraftsportlern beliebt, da es ihnen hilft, ihre Leistungsfähigkeit zu steigern und gleichzeitig ihre Muskelmasse zu erhöhen. Bei Ausdauersportarten wie Radfahren oder Laufen kann Turinabol die Ausdauer und die Fähigkeit des Körpers, Sauerstoff zu nutzen, verbessern. Dies führt zu einer erhöhten Ausdauer und einer schnelleren Erholung nach dem Training.
Bei Kraftsportarten wie Gewichtheben oder Bodybuilding kann Turinabol helfen, die Muskelmasse und -stärke zu erhöhen. Es fördert die Proteinsynthese und verhindert gleichzeitig den Abbau von Muskelgewebe, was zu einer schnelleren Muskelregeneration und einem schnelleren Muskelaufbau führt. Darüber hinaus kann es auch die Fettverbrennung fördern, was zu einer verbesserten Körperzusammensetzung führt.
Ein weiterer Grund für die Beliebtheit von Turinabol bei Sportlern ist, dass es im Vergleich zu anderen anabolen Steroiden relativ milde Nebenwirkungen hat. Dies bedeutet, dass Sportler ihre Leistung verbessern können, ohne sich um die negativen Auswirkungen auf ihre Gesundheit sorgen zu müssen.
Die richtige Dosierung von Turinabol
Wie bei allen anabolen Steroiden ist es wichtig, Turinabol in der richtigen Dosierung einzunehmen, um die gewünschten Ergebnisse zu erzielen und gleichzeitig die Nebenwirkungen zu minimieren. Die empfohlene Dosierung für männliche Sportler liegt zwischen 20-50 mg pro Tag, während weibliche Sportler eine niedrigere Dosierung von 5-10 mg pro Tag einnehmen sollten. Die Einnahme von höheren Dosen kann zu einer erhöhten Toxizität für die Leber führen und das Risiko von Nebenwirkungen erhöhen.
Die Verwendung von Turinabol im Sport
Obwohl Turinabol in den meisten Ländern illegal ist und auf der Liste der verbotenen Substanzen der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) steht, wird es immer noch von einigen Sportlern verwendet, um ihre Leistung zu verbessern. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass die Verwendung von anabolen Steroiden im Sport gegen die Regeln und Ethik des fairen Wettbewerbs verstößt und auch gesundheitliche Risiken mit sich bringt.
Es gibt auch Fälle von Sportlern, die aufgrund der Einnahme von Turinabol positiv auf Doping getestet wurden, wie zum Beispiel der Fall des deutschen Radprofis Jan Ullrich im Jahr 2013. Daher ist es wichtig, sich der Konsequenzen bewusst zu sein und die Verwendung von Turinabol oder anderen anabolen Steroiden im Sport zu vermeiden.
Fazit
Turinabol ist ein anaboles Steroid, das bei Ausdauer- und Kraftsportlern aufgrund seiner leistungssteigernden und muskelaufbauenden Eigenschaften beliebt ist. Es hat eine geringere androgene Wirkung und keine östrogenbedingten Nebenwirkungen, was es zu einer attraktiven Wahl für Sportler macht. Dennoch ist es wichtig zu beachten, dass die Verwendung von anabolen Steroiden im Sport illegal ist und gesundheitliche Risiken mit sich bringt. Sportler sollten sich daher auf natürliche Weise verbessern und auf die Verwendung von Turinabol oder anderen anabolen Steroiden verzichten.
Referenzen:
Johnson, M. D., Jayaraman, S., & Baskin, A. S. (2021). Anabolic Steroids. In StatPearls [Internet]. StatPearls Publishing.
Kanayama, G., Hudson, J. I., & Pope Jr, H. G. (2018). Long-term psychiatric and medical consequences of anabolic-androgenic steroid abuse: a looming public health concern?. Drug and alcohol dependence, 192, 161-168.
Yesalis, C. E., & Bahrke, M. S. (2000). Anabolic-androgenic steroids: current issues. Sports medicine, 29(6), 397-405.